Gemeinsamer Tarif GT12

Worum geht’s?

  • Der „Gemeinsame Tarif 12 (GT12)” ist eine Schweizer Branchenvereinbarung (seit 2022), die regelt, wie TV-Sender Geld bekommen, wenn Zuschauer beim Replay-TV (zeitversetztes Fernsehen) Werbung überspringen.
Welche Sender sind das?
  • Derzeit müssen folgende Sender Zwangswerbung enthalten: SRF 1 • SRF 2 • SRF Info • 3+ • 4+ • 5+ • 6+ • 7+ / NICK Schweiz • Kabel Eins • NITRO • ProSieben • ProSieben MAXX • Puls 8 • RTL • RTLZWEI • S1 • SAT.1 • SAT.1 Gold • Sixx • TV24 • TV25 • VOX • RSI LA1 • RSI LA2 • RTS 1 • RTS 2

Warum gibt es das?

  • Immer mehr Leute schauen Sendungen später und spulen Werbung vor
  • Dadurch verlieren Sender wichtige Einnahmen
  • GT12 soll diese Verluste ausgleichen und sicherstellen, dass Replay-TV weiter existieren kann

Was hat sich geändert?

  • Beim Replay-TV gibt es jetzt oft nicht überspringbare Werbung
  • Alternativ kann mit dem NexTV L Abo die Zwangswerbung umgehen
  • Deshalb wird GT12 als Zwangswerbung bezeichnet

Wohin geht das Geld?

  • Die zusätzlichen Einnahmen gehen hauptsächlich an die TV-Sender
  • Anbieter wie senseLAN verdienen daran nicht extra

Unterschied zu SERAFE:

  • SERAFE = allgemeine Radio-/TV-Gebühr für alle Haushalte
  • GT12 = betrifft speziell Replay-TV und Werbung schweizweit

Kurz gesagt:
GT12 ist ein Kompromiss:

  • Entweder mehr Werbung im Replay oder zahlen, um sie zu überspringen
  • damit Sender weiterhin finanziert werden und Replay-TV bestehen bleibt